Ursula Ingold

Zertifizierte und qualitätsgeprüfte Trainerin cumcane familiari®


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Ein Traum geht in Erfüllung. Die Basisfachausbildung zur zertifizierten Hundetrainerin habe ich bei cumcane familiari® erfolgreich abgeschlossen. Schon als Kind verspürte ich den Wunsch Hunde auszubilden auf die nette, liebevolle Art. Lange war ich auf der Suche nach einer Hundeschule, die so arbeitet wie ich es mir vorstellte. Im Hundewerk habe ich dies gefunden, sowie auch die Möglichkeit bekommen, das zugehörige Praktikum zur Ausbildung zu absolvieren.

Denn bei cumcane familiari® fand ich die Ausbildung, von der ich schon lange träumte. Während dieser Ausbildung konnte ich meinen Rucksack mit vielen Werkzeugen füllen und auch mein Bauchgefühl kann ich nun fachlich begründen. Menschen mit ihren Hunden begleite ich gerne auf ihrem Weg, egal ob Welpengruppe, Erziehungskurs oder Alltags- und Beschäftigungstrainings, ich unterstütze jeden Einzelnen individuell. Die positive Verstärkung auf die gewaltfreie Art, sowie ein respektvoller Umgang liegt mir am Herzen. Die Stunde für Mensch und Hund auf die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen und zu sehen, wieviel Freude es beiden macht, etwas zusammen zu erarbeiten, erfreut mein Herz immer wieder aufs Neue. 

Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof. Zusammen mit meinen Eltern und meiner grossen Schwester lebten wir im selben Haus wie meine Grosseltern und deren Hofhund ‘Prinzi‘. Nach einer Blindenführhund Vorführung, die ich als Kind mit meinen Eltern besuchte, entstand der Wunsch „wenn ich gross bin, möchte ich Blindenführhunde auf die nette und liebe Art ausbilden, ohne Zwang und Strafe.“ Der Wunsch nach einem eigenen Hund erfüllte sich mit 16 Jahren. Abilou, mein schwarzer Labrador Retriver zog bei uns ein, ich war überglücklich. Nach meinem Sportunfall hat er sich mit 2.5 Jahren super an die neue rollende Situation gewöhnt und wir zogen gemeinsam in die eigene Wohnung. Weitere 11 Jahre konnten wir gemeinsam erleben.

Abschied ist nie schön, aber ich kann mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen, wie soll es weitergehen? Kann ich als Rollstuhlfahrerin wirklich nur einen Assistenzhund von Allschwil oder le copain bei mir aufnehmen? Denn diese Hunde sind bei der Übergabe auf die jeweiligen Bedürfnisse trainiert, welche der Halter hat. Viele Menschen, darunter auch Hundetrainer, haben mir diesen Weg empfohlen.

Mein Herz sagte mir jedoch etwas anderes, deshalb entschied ich mich gegen die Empfehlungen und für einen Welpen. Die Entwicklung des Welpen möchte ich miterleben, mir war wichtig zu wissen. wie er heranwächst und mit mir zu einem Team, zu einer Einheit, zusammenwächst. So zog Orson, mein kleiner brauner LabbiBär, im 2016 bei mir ein und stellte mein Leben komplett auf den Kopf. Orson gab mir eine neue Richtung vor und entschleunigte mein Leben zugleich. Er ist der perfekte Hund für mich, denn durch ihn habe ich so viel gelernt, was ich jetzt weitervermitteln kann. In so vielen Situationen die meine Kunden erleben, sehe ich Parallelen zu meinem Leben mit Orson. So gelingt es mir, ihnen optimal dabei zu helfen, ihre Fellnase zu verstehen. Denn gerne vergessen wir, auf die Bedürfnisse unserer Vierbeiner zu achten und fokussieren uns nur auf den Wunsch, unser Hund soll sich unseren Bedürfnissen entsprechend verhalten. Aber das gemeinsame Leben soll schlussendlich beiden Spass machen.

Der erste Kontakt mit dem Hundewerk ist mir noch in sehr guter Erinnerung. Die Begegnung mit meiner jetzigen Chefin war so erfrischend und unkompliziert, so blieben wir im Treibball Training hängen. Sie war es, die mich angestupst hat, meinen gestorben geglaubten Traum endlich zum Leben zu erwecken. Auf der Suche nach der geeigneten Ausbildung zur Hundetrainerin stolperte ich über cumcane familiari®. Was soll ich sagen, es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich bin so dankbar, dass ich den Mut hatte, diese Ausbildung in Angriff zu nehmen. Das Ausbildungskonzept und ihre Wertvorstellungen passen optimal in mein Weltbild. Mein Kindheitswunsch ist auf bestem Weg in Erfüllung zu gehen, Assistenzhundeteams auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Denn seit ich erfahren habe, dass Assistenzhunde nicht nur extern in Institutionen ausgebildet werden können, sondern auch der eigene Hund zusammen mit seinem Menschen als anerkannter Assistenzhund ausgebildet werden kann, bin ich mit Orson bei SwissHelpDogs in der Ausbildung zum Service Dog. Und gerne würde ich in der Zukunft andere Teams auf diesem Weg begleiten. Orson und ich haben bereits vieles ausprobiert, u.a Agility, um es den Teams besser vermitteln zu können. Treibball spielen wir sehr gerne, da es sehr abwechslungsreich gestaltet ist, zumindest mit Freestyle Elementen. Distanzarbeit, Impulskontrolle, Interaktion zwischen Mensch und Hund damit schlussendlich die bunten Ballen direkt beim Menschen landen. Tricks und schwimmen sowie Dummyarbeit steht bei Orson auch hoch im Kurs. Unsere Spaziergänge oder Bike-Touren durch den Wald sind nie langweilig. Und vor kurzem haben wir die Nasenarbeit mit viel Freude entdeckt. Auf viele lehrreiche, freudige und zufriedene Stunden freue ich mich und denke daran, Wünsche können auch mit Umwegen in Erfüllung gehen.